Der österreichische Sozialstaat gilt auch heute noch im internationalen Vergleich als beispielhaft und hat im Verlauf der zweiten Republik besonders für ArbeitnehmerInnen viele Erleichterungen gebracht. Der ÖGB ist Teil der Erfolgsgeschichte und aktiver Mitgestalter des österreichischen sozialen Dialogs und der Sozialpartnerschaft. Denn diese sozialstaatlichen Errungenschaften liegen im unermüdlichen Bestreben organisierter ArbeitnehmerInnen begründet, für ihre Rechte zu kämpfen und diese auch für die folgenden Generationen festzuschreiben.

 

Viele Dinge, wie etwa Urlaubs- und Weihnachtsgeld, scheinen heute wie eine Selbstverständlichkeit, sind jedoch das Ergebnis eines permanenten Aushandlungsprozesses. Sie können nur aufrechterhalten werden, wenn sich weiterhin viele ArbeitnehmerInnen ihrer Rechte bewusst sind und für diese auch eintreten. Angesichts zunehmenden Drucks auf den österreichischen Sozialstaat durch die neoliberale Doktrin von Kürzungspolitik und vermeintlichem Sparzwang ist es heute umso wichtiger, durch eine mitgliederstarke Gewerkschaft diesen zu verteidigen.

Doch auch die zunehmend globalisierte (Arbeits-)Welt stellt ArbeitnehmerInnen vor neue Herausforderungen. Immer mehr Menschen suchen Arbeit in einem anderen Land als ihrem Heimatland. Oftmals entstehen dadurch Unsicherheiten bei bürokratischen Wegen und aufgrund sprachlicher Barrieren sind viele nicht ausreichend über ihre Rechte informiert.

 

Die Gewerkschaftsbewegung war ihrem Selbstverständnis nach immer auch eine internationale Bewegung und der Gedanke der Solidarität hört nicht an der Landesgrenze auf. In diesem Sinne möchte der ÖGB auch jenen Menschen helfen, die nicht in Österreich leben, aber hier eine Beschäftigung gefunden haben und somit auch verhindern, dass ArbeitnehmerInnen durch Lohn- und Sozialdumping gegeneinander ausgespielt werden.

 

Diese Plattform soll Menschen die Möglichkeit bieten, sich sowohl in deutscher als auch in slowakischer Sprache über ihre Rechte als ArbeitnehmerInnen in Österreich zu informieren.